Welche Kampfkunst ist am Besten?

Gesundheitlich gesehen ist in jeder Kampfkunst viel Gutes und man könnte die Frage einfach beantworten indem man sagt, dass d i e Kampfkunst am besten ist, die einem guttut, Spaß macht etc. Wenn Du aber wissen möchtest mit welcher Kampfkunst Du am besten k ä m p f e n kannst, dann streiten sich die Geister…

Boxen, Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ), Capoeira, Eskrima, Jeet Kune Do, Judo, Jujutsu, Karate, Kickboxen, Krav Maga, Kung Fu, Mixed Martial Arts (MMA), Muay Thai, Ringen, Sambo, Taekwondo, Tai Chi, Tang Soo Do, Wing Chun...

Es gibt Hunderte von verschiedenen Kampfkunststilen und selbst unter den sehr populären Stilen gibt es immer noch Dutzende. Gerade wenn man in seinem Leben noch keinen großen Kontakt zu Kampfkunst hatte, fällt es anfangs schwer sich zurechtzufinden und „die richtige“ Kampfkunst für sich zu finden. Deshalb konfrontiert man sich schnell mit der Frage, welchen Stil man ausüben sollte. Wenn man „Kampfkunst-Experten“ fragt, kommt man meist auch nicht weiter, denn natürlich empfiehlt jeder seinen eigenen Stil. Mit diesem Artikel wollen wir Dir helfen, in der Frage nach der besten Kampfkunst, tatsächlich weiterzukommen.

 

Zur Beantwortung unserer Frage nehmen wir folgende These an:

„So wie Du trainierst, wirst Du auch kämpfen.“

 

Im Kampf benötigt man viele Qualitäten: von technischen zu taktischen, von physischen zu psychischen Fertigkeiten. Die Kampffähigkeit ist eine Kette von Eigenschaften. Wenn man beispielsweise immer nur seine Bewegungen technisch verbessert, aber zu selten situationsbezogen trainiert, dann kann es sein, dass man im Kampf mit einer bestimmten Situation nicht klarkommt und beispielsweise ausgetrickst wird. Vielleicht hat man wiederum seinen Kampfgeist zu selten trainiert und mit einigen Schlägen, die man abbekommt, verliert man jeglichen Mut und gibt mental auf. Ferner: Wenn man nicht fit genug ist, verliert man den Kampf durch einen Mangel an Ausdauer, Schnelligkeit bzw. Kraft.

 

In der Regel sagt der Kampfstil quasi nichts über die Kampffähigkeiten aus. Denn der Kämpfer/die Kämpferin ist grundsätzlich so stark wie das schwächste Glied seiner kämpferischen Fertigkeiten. Deshalb hat schon Bruce Lee dringend empfohlen, jeden Teil des Körpers für jede Distanz und Situation zu trainieren.

 

Letztendlich ist die Kampfkunst am besten, die im richtigen Verhältnis und Umfang trainiert wird.

 

Aber: Wenn jemand Brazlian Jiu-Jitsu (BJJ) trainiert, sollte die Person also auch eine Ahnung von Schlägen und Tritten haben. Wenn jemand Wing Chun trainiert, sollte die Person auch wissen wie man sich aus einem Würger am Boden befreit. Wenn eine Person ernsthaft gut zu „kämpfen“ lernen möchte, sollte eine Ausbildung mit verschiedenen Stileinflüssen gewährleistet sein.

 

Außerdem sind Aspekte wie Philosophie, Kultur, religiöse Elemente, Denkweise, Alltagsleben und Gesundheit nicht zu unterschätzen. Denn nur mit einer guten mentalen Einstellung wird es einer Person gelingen innerhalb der Kampfkunst langfristig gesund, motiviert und erfolgreich zu bleiben.

 

Keiner der großen Kampfkunststile ist falsch oder schlecht. Wenn Du Dich anfangs für die Ausübung eines Stils orientieren möchtest, fang dort an, wo es Dir Spaß macht bzw. wo es Dich interessiert. Würdest Du gerne Griffe lernen, versuch es beispielsweise mit Brazilian Jiu-Jitsu, möchtest Du vor allem Körperbeherrschung erlangen ist vielleicht Kung Fu das Richtige, für Fitness und Auspowern könnte Dir Kickboxen zusagen. Wenn Du eine positive Verbindung zum Lehrer/zur Lehrerin aufbauen kannst, dann brauchst Du Dir nicht mehr weiter den Kopf zerbrechen. Das große Zauberwort heißt: T.U.N.

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